Am Mittwoch ging es (nachdem Bill & ich uns mit einem massiven Deli- Sandwich gestärkt hatten) weiter nach Toronto. Der erste Abend verlief recht ruhig, da wir alle ziemlich K.O. waren. Mein neuer Zimmergenosse Terry ließ es sich allerdings nicht nehmen, uns in einer Bar um die Ecke seinen Lieblingsdrink Cesar (schmeckt ähnlich wie Bloody Mary und wird mit einem sehr geilen Gewürz am Glasrans serviert) vorzustellen.
Am nächsten Tag erwies sich Bill wieder als hervorragender Führer. Da es stark regnete entschlossen wir uns zu einem Museentag. Bill war schonmal kurz in Toronto gewesen und wusste, dass man die 25 Dollar Eintritt für das ROME- Museum sparen kann, indem man am Eingang behauptet nur ins Cafe zu wollen.
Das Museum war ganz große Klasse; es gab viele Sachen zu staunen aber auch zum spielen für kleine und große Kinder
(Ich denke mal die Fotos zeigen es ziemlich deutlich)
Nachdem wir das Geld fürs Museum gespart hatten, beschlossen wir auch noch im Schuh-Museum vorbei zu schauen. Schon von weitem konnte man sehen, dass immer wieder Leute verwundert vorm Schaufester des Museums stehen blieben und dann grinsend weitergingen. Es lief gerade eine große Promotionaktion und im Fenster an der Straßenecke wurden Frauen gratis frisiert und geschminkt. Der Organisator schlug unseren Mädels eine spontane Schminkaktion vor. Viel Überredungskunst brauchte er natürlich nicht.
Die MakeUp-Artistin erwähnte nebenbei, dass sie eigentlich hauptberuflich an Filmsets unterwegs sei. Auf die Frage, welche Filme oder Serien man denn kennen könne, reagierte sie ungefähr: “Hmm, was könntet ihr denn so kennen. Nunja, ein bisschen bekanntere in letzter Zeit waren Resident Evil, Hulk, Frau des Zeitreisenden…”
Als die Mädels sich bedankten und die Freude über ihre “Verwandlung” nur schwer verbergen konnten, sagte sie: ” it is so much nicer getting credits for work than just beeing the bitch of the stars”
Martas versöhnlichen Worte, dass es doch sicher auch nette Stars gäbe , wurden nur mit einem dezenten Schweigen kommentiert.
Wie man auf den Fotos erkennen kann, hat sie wirklich klasse Arbeit gleistet, der grellrote Lippenstift machte die Nahrungsaufnahme jedoch nicht gerade einfacher. Sogar Wassertrinken wurde zum artistischen Akt. Trotzdem konnten wir Kanada nicht verlassen ohne vorher ein deftiges Poutine (“perfect preparation for hard winters”) gegessen zu haben.








