Die Tage habe ich Post von meinem guten alten Freund Oli bekommen:
Gerade beim Mittagsessen kommt mir da noch eine Frage… was gibt es denn so leckeres zu essen dort unten? Also außer so allerweltssachen die mal überall bekommt ?
Guten Hunger ! 🙂
Hier meine Antwort:
War klar, dass die wichtigste Frage für dich das Essen ist 😀
Da ich bei einer Familie untergebracht bin und bisher keinen McDonalds gefunden habe, gabs in den letzten zwei Wochen ausschließlich afrikanische Küche.
Im Prinzip sind die Unterschiede gar nicht so groß, viele Dinge die hier auf den Tisch kommen kennt man auch in Deutschland.
Haferschleim, Klöße, Reis…
Die Zubereitung ist halt oft etwas anders, aber es wäre auch für dich genau das richtige.
Alles ist scharf gewürzt (Bild 4) und kommt etwas deftiger daher (Weight-Watchers hat sich hier noch nicht durchgesetzt. Es gibt seltener Fleisch, aber wenn dann mangelt selten es an Fett und Haut ).
Ansonsten gibt es jede Menge Gerichte mit Bohnen, Reis und Gerste.
Zu verschiedenen Formen von Klößen und Reis wird in der Regel Soup gereicht, wobei man darunter eher Soße als Suppe verstehen kann. Auf Bild 2 sieht man eine Bangasoup, zubereitet mit Palmöl auf (Bild 3 – Palmnüsse) und geriebener Okra-Pflanze (hat eine konsistenz wie rohes Eiweiss, schmeckt aber nicht schlecht).
Heimische Früchte, die man aber meistens auch in Deutschland kennt bekommt man natürlich zum Dumpingpreis.
(Bild 5- Annanas für umgerechnet ca. 2 Euro) Einige Früchte und Gemüse unterscheiden sich leicht von den in Deutschland bekannten. So sind auf Bild 6 nicht etwa Bananen zu sehen, sondern ihre nahen Verwandten die Plantain-Früchte (weniger süß, aber gerade in fritierter Form sehr lecker).
Es sind also eher die feinen aber teilweise doch entscheidenden Unterschiede, die das Essen hier interessant machen.
Letzte Woche habe ich beispielsweise zum ersten Mal in meinem Leben frische Erdnuss (ziemlich weich und auch im Geschmack ganz anders als die gerösteten Erdnüsse in Deutschland) gegessen.
Fisch gibt es in diversen Varianten. So bekommt man auf dem Markt beispielsweise verschiedenste Sorten geräucherten Fisch (Bild 1) und heute Abend gab es die so viel Backfisch (Bilder 7-9), dass mein Bauch immer noch spannt.
Mein Plan nach Amerika von alleine ein wenig abzunehmen, geht glaube ich nicht wirklich auf (Zitat meiner nigerianischen Mama: Ich mach dich schön dick bevor es zurück nach Deutschland geht und wenn du zu Hause wieder abnimmst bekommst du Sehnsucht nach Afrika) Mir bleibt also nix anderes übrig als anzufangen für ein bisschen Bewegung zu sorgen. Hab mich schon nach den Preisen für Fahrräder erkundigt. 🙂
Die Tage stehen dann Schnecken auf der Speisekarte (Bild 10). Ja die sind wirklich so riesig (Bild 11), mein Fuß ist nicht geschrumpft. Meine Sista meint zwar danach würde ich Rindfleisch verachten, so lecker sollen die Viecher sein, so ganz überzeugt bin ich allerdings noch nicht. Ich glaube das frisch gegrilltes Suya (Bild12 – ja, das Grillrost waren wirklich mal Kühlrohre eines Kühlschranks), das man hier an allen Ecken kaufen kann, wird durch Schneckenfleisch nur schwer zu toppen sein.
Naja, mal probieren 🙂 Ich halte dich/euch auf dem laufenden…
Ein Gedanke zu „Mahlzeit Herr Schwengers“