Letzte Station zwischen Istanbul und Aachen

Nach einer langen und aufregenden Reise sitze ich im Großraumabteil und stelle mich auf meine letzte Etappe Richtung Heimat ein.
Mein Zug ruckelt langsam los und verlässt ganz gemächlich den Bahnhof.

Ich blicke dem Schild “Gent St.” hinterher und versuche mir noch einmal kurz vor Augen zu führen was in den letzten 6 Monaten alles passiert ist.
Genau 14 Tage ist es nun her, dass ich meiner neuen Liebe Istanbul den Rücken zugedreht habe und mich auf eine etwas chaotische, aber erfüllende Rückreise nach Deutschland gemacht habe.

Da ich auf meinen Rückweg mit vielen kleinen Etappen eingebaut habe, hatte ich kaum Zeit zu reflektieren. Durch die Spontanität des Trips empfand ich es allerdings als sehr entspannend weder Termine noch großen Erwartungen zu haben.
Ich konnte mich einfach treiben lassen.

So startete der letzte Morgen damit, dass ich von der Putzfrau meines Hostels geweckt wurde und freundlich auf den 2 Stunden zurück liegenden Check-Out hingewiesen wurde.
Zum Glück reichten ein freundliches Lächeln und ein schlaftrunkenes “I am very sorry” um den Mann an der Rezeption milde zu stimmen.

Aber wieso sollte die Reise ruhiger enden als sie Anfing.

Auf den letzten Kilometern des belgisch-deutschen Grenzegebiets hing ich gespannt wie ein kleiner Junge am Bullauge der Waggontüre und wartete auf ersten vertrauten Gebäudespitzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert