Ja, ich liebe schon recht lange und liebe auch heute. Das Gefühl ist sehr stetig, was ich sage nicht immer.
Oft habe ich mich von der Angst leiten lassen. Angst verletzlich zu sein. Angst eifersüchtig zu sein. Angst meine Angst zu zeigen. Angst nicht genug zu sein. Angst zu verlieren.
Dabei ist es ja vielleicht gerade das, was die Liebe ausmacht. Die Angst zu verlieren nicht gewinnen zu lassen. Die Kontrolle über die eigenen Gefühle an jemanden anderes abzugeben und darauf zu hoffen, dass… Ja was eigentlich? Auf sie oder ihn zu hoffen! Nicht nur zu hoffen, sondern zu vertrauen, dass dieser Mensch präsent ist. Nicht nur in guten Zeiten und vor allem nicht nur in schlechten Zeiten.
Sich von der Angst leiten zu lassen ist etwas anderes als Angst zu spüren. Angst zu spüren, kann stark machen. Ich habe keine Angst vor einsamen Tagen. Ich habe Angst vor kleinen Momenten. Kleine Momente die mich spüren lassen, wie viel erfüllter diese Momente sein könnten. Wie viel erfüllter sie waren. Ich kann nicht sagen, dass ich diese Momente nicht genug wertgeschätzt hätte. Ich war mir nur zu sicher, dass sie mir erhalten bleiben. Ich war mir zu unsicher, dass ich sie halten kann. Und dann waren da diese Momenten in denen ich gezweifelt habe, dass ich es verdient habe. In diesen Momenten habe ich mich von meiner Angst leiten lassen. Anstatt stark zu sein und diese Angst zu teilen, habe ich versucht stark und angstfrei zu wirken. Absurd.
Das auf und ab meiner Emotionen ist am Ende wahrscheinlich gar nicht so stark schwankend und überraschend konstant. Die Achterbahn meine Emotionen zu artikulieren dafür leider umso mehr. Vielleicht liebe ich es ja gerade deshalb, mein Gefühlschaos in geschriebene Worte zu verpacken.
Ich liebe dich und habe mich immer wieder neu verliebt. Zwischendurch habe ich dann trotzdem vergessen, wie wichtig es ist den anderen zu sehen und wissend zu lächeln.