Ich sitze auf der Rückfahrt von obersteu mit Willi in Auto und eigentlich bin ich bisher nicht dazu gekommen meinen Text für heute zu schreiben. Es ist ein wenig unfreundlich jetzt auf mein Handy zu starren aber ich habe mir vorgenommen die Routine der 750 Wörter einzuhalten.
Hinzu kommt dass gerade das Schreiben selber mich gerade beschäftigt und ich gestern und heute mehrfach darüber nachgedacht habe wie sich ein Trend zu Schnelligkeit auf unserer denken auswirkt.
Einerseits schaffe ich es nicht auf 750 Wörter zu kommen wenn ich in jedes Wort die selbe intensiven Gedanken stecken wie ich sie früher beim Schreiben hatte und gerade das ist ja ein Ziel der Übung. Den Gedanken freien Lauf lassen und hinterher zu editieren ( Write drunk and edit sober).
Trotzdem ist mir gestern eine Tendenz unangenehm aufgestoßen die vor kurzem in einem Artikel auf interessante Weise beschrieben wurde. Ein iranischer Blogger der nach vier Jahren Haft entlassen wurde beklagte dass sich die Nutzung des Internets zum negativen verändert hat.
Wir konsumieren anders. Er stellt die These auf dass der stream mittlerweile unser Konsumverhalten beeinflusst wo früher Hyperlinks von Text zu Text führten.
Diese Texte verbindet er mit einem Prozess der mehr Aufwand erfordert als das reine liken und sharen von Meinungen.
Nur wenige Tage später rege ich mich über zwei Ereignisse in der aktuellen Flüchtlingsdebatte auf. Hier mein Post den ich dann doch nicht abgeschickt habe. (233)

Die 750 Wörter sind nicht einfach zu erreichen und man überschätzt ähnlich wie beim Sport häufig die Strecke die man bereits zurück gelegt hat. Bei einer Schätzung dachte ich schon fast am Ziel angekommen zu sein dabei hatte ich gerade mal die Hälfte des Ziels erreicht.
Aber genau das ist ein schöner Nebeneffekt, dass ich einen Effekt den ich bereits beim jogger kennen lernen durfte jetzt aufs bloggen übertragen kann.
Es gibt tatsächlich viele parallelen. Es fällt schwer sich aufzuraffen. Man versucht sich selbst zu beschissen obwohl man gefallen am Prozess hat. Aber am Ende wenn man das Ziel erreicht hat überkommt einen ein Gefühl dass einen wundern lässt warum man diese konstante nicht halten kann.
In diesem Text zeigt sich aber auch wie wichtig das editieren ist. Im Prinzip überschlagen ich mich gerade mit zwei Themen. Zum einen schreibe ich über mein Projekt und welche Erfahrungen ich gerade mache. Andererseits versuche ich meine Erlebnisse zum Thema schreiben und Schnelligkeit zu erfassen. Beide Themen sollte ich noch einmal aufgreifen und in einem weiteren Iterations Schritt ausfeilen.
Zudem sollte ich mir langsam mal Gedanken machen welche Linie ich mit meinem Blog verfolgen will und worüber ich eigentlich schreiben will.
Somit habe ich wohl schon wieder Stoff für drei weitere Tage 😄
Bin mal gespannt wie viele Worte das nun tatsächlich waren 😁😊
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Anm. der Redaktion: Sorry für die katastrophale Rechtschreibung, dieser Text wurde in höchster Eile geschrieben…