— Scroll down for English version —   Ich habe die Zeit des Fluges von Amsterdam nach Istanbul genutzt um ein paar Gedanken niederzuschreiben. Eigentlich wollte ich später noch daran arbeiten. Nachdem die Notiz nun einen Monat nicht angerührt wurde, habe ich mich entschlossen die Rohversion online zu stellen. Bitte entschuldigt Gedankensprünge und langatmige Passagen. Ich musste heute feststellen, dass meine Zeilen teilweise wenig persönlich erscheinen und trotzdem doch sehr eng mit bestimmten Menschen verbunden sind. Falls du dich nicht angesprochen fühlst, wird es Zeit mir mal wieder in den Arsch zu treten…

  Mein kleines elektronsiches Notizbuch hätte den Zweck dieser Zeilen nicht besser fassen können.
„Was möchte ich in Erinnerungen behalten?“ stand dort in transparenter Schrift.
Im letzten Jahr ist so unglaublich viel passiert und 2015 verspricht nicht weniger aufregend zu werden.  

Ich habe im letzten Jahr mehrere Menschen kennen gelernt von denen ich hoffe, dass sie mich noch lange begleiten.
Mehrfach habe ich erleben dürfen, was es bedeutet diese Menschen bereits vor langer Zeit gefunden zu haben.
Mit mir in Freundschaft verbunden zu sein ist nicht immer einfach.
Umso mehr erfüllt es mich mit großem Stolz, auf sehr unterschiedliche Weise faszinierende Menschen meine Freunde, Bekannte und Wegbegleiter nennen zu dürfen.

Bitte nehmt es mir nicht krumm, wenn ich es verpasst haben sollte euch zum Geburtstag zu gratulieren, nachzufragen wie es im neuen Job läuft oder schon seit drei Jahren den Besuch in eurer neuen Heimat aufschiebe…   Vor kurzem wurde mir von einem Kerl erzählt, der jedes Jahr am Neujahrstag eine Mail an seine Freunde schickt um das vergangene Jahr zu reflektieren und seine Freunde wissen zu lassen, was er vom kommenden Jahr erwartet.
Ich will die Chance nutzen euch ein bisschen von mir zu erzählen.  Würde mich freuen von möglichst vielen ein zwei Zeilen zurück zu bekommen, was ich bei euch verpasst habe.  

In letzten Jahr wurde ich von Menschen die mich schon lange kennen, als besonders naiv bezeichnet, andere haben mich als sehr abgezockt eingeschätzt.
Wahrscheinlich haben beide irgendwie recht und natürlich ist es nur ein Teil davon, weshalb diese Leute sich trotzdem noch gerne mit mir abgeben.
Mittlerweile habe ich beide Eigenschaften (zur rechten Zeit am rechten Ort) an anderen Menschen schätzen gelernt.
Ich hoffe ihr erlebt mich im kommden Jahr in den richtigen Momenten als abgezocktes Arschloch, aber auch als frommes Lämmchen und vieles mehr…

Das zurückliegende Jahr war nicht immer einfach.
2014 war krass.
Vor allem hat mir das Jahr allerdings gezeigt, wie viel Gutes in Rückschlägen und dem was wir oft als Scheitern bezeichnen stecken kann.
Viele Dinge die auf den ersten Blick große Schatten auf das Jahr geworfen haben, haben im Nachhinein auf tolle Wege geführt.
Ich habe vieles zu schätzen gelernt, was vorher im Rauschen untergegangen ist.

Nach langer Zeit rückt nun das Ende meines Studiums näher.
Wenn ich drei bis vier Jahre zurück blicke, dann ist nur sehr wenig so gelaufen wie ich es mir damals vorgestellt habe.
Auch wenn ich es oft nicht bemerkte, haben sich trotzdem erstaunlich viele Dinge in eine Richtung entwickelt, die mir schon damals vorschwebte.
Wahrscheinlich bin ich einfach doch viel spießiger als ich es immer versuche mir einzureden.

In mehreren Projekten habe ich mich auf unterschiedlicher Weise damit beschäftigt, wie man Digitalisierung dazu nutzen kann „Lernen und Wissensarbeit“ in Hochschule und Unternehmen zu unterstützen.
Ich wurde bestätigt, dass ich doch besser mit Mensch als mit Schraube umgehen kann.
Trotzdem hoffe ich in Zukunft möglichst viele von den kleinen Daniel Düsentriebs da draussen unterstützen zu können.

Ich habe im vergangenen Jahr mein Begeisterung für Start Ups und Unternehmergeist wiederentdeckt.
In Nigeria durfte ich 2011 zum ersten Mal erleben, was der Spirit in diesem Umfeld gepaart mit Unterstützung zur richtigen Zeit bewirken kann und welche enorme Bedeutung der Zugang zu Wissen und Förderung hat. Mehrere tolle Events und der Kontakt mit sehr interessanten Persönlichkeiten haben mich 2014 darin bestärkt mich weiter in diesem Umfeld zu tummeln.

Nach drei Jahren ging die Zeit an meinem Institut zu Ende.
Noch immer fällt es mir schwer in ein zwei Sätz zu fassen, was am ZLW überhaupt gemacht wird bzw. was die besondere Atmosphäre ausmacht.

Kein Wunder, dass ich gerne weiter auf Kurs bleibe oder besser gesagt weiter darauf hoffe, dass der Wind mich auch weiter in viele tolle Abenteuer treibt.

Auch im nächsten Jahr kommt viel auf mich zu.
Diese Zeilen sind auf dem Flug nach Istanbul entstanden.
Nach einem grandiosen Start ins Neue Jahr befinde ich mich auf dem Weg in ein neues Abenteuer.
Das nächste halbe Jahr werde ich an der İstanbul Teknik Üniversitesi studieren, aber vor allem hoffentlich sehr viel über Menschen und Kultur in dieser unglaublich riesigen Stadt lernen.

Neben dem Studium werde ich während meiner Zeit in Istanbul mit dem StartUp Socialeyes zusammen arbeiten.
Ich werde sie bei der Communitybetreuung und -vergrößerung unterstützen. (Ich werde später mal mehr dazu erzählen…)
Die App kommt nicht aus dem Umfeld „Lernen und Kooperieren“ (in dem ich meine Zukunft sehe).
In den vergangenen Jahren musste ich allerdings immer wieder erleben, wie gute Tools/Konzepte etc. an der Zielgruppe vorbei laufen, selbst wenn die Vorteile der Nutzungsmöglichkeiten erkannt werden.
Ich hoffe daher möglichst viele neue Eindrücke über die Dynamik von Communities zu bekommen.

Selbst wenn meine inhaltlichen Erwartungen nicht erfüllt werden, bin ich mir nach unserem Treffen beim WebSummit 2014 in Dublin sicher, dass ich mit den Jungs keine Langeweile bekommen werde.

Nach meiner Rückkehr im Juli werde ich dann endlich meine Masterarbeit antreten. Man kann bereits erahnen, dass irgendwo im Titel das Wort „community“ vorkommen wird.   Davor habe ich zum Glück noch einen Monat zum Reisen. Wohin mich diese Zeit führen wird ist jedoch noch nicht ganz sicher…


 —English version—

This is the English version of a text I wrote on my flight from Amsterdam to Istanbul. I tried to stick to the original meaning. Please be patient if you realized that my mind wandered off while writing the text. Furthermore there was only limited time for the translation, because I tried to finish it today (1 month after arriving), so please excuse some weird Denglish sentences. Today I realized that some parts seem very unpersonal, but are closely connected to certain people. I hope you are able to feel addressed anyway. If not, it’s time to let me know…

My little electronic notebook did quite a great job to describe the purpose of what I was going to write.

“What do you want to keep in mind?” appeared in transparent letters.

There were so many things worth remembering last year and 2015 is promising not to be less exciting.

There were some people I was lucky to meet last year, of whom I hope they will still be around in the future. More than once I was able to feel what it’s like to have found those people a long time ago. It’s not easy all the time to be a friend of mine. Even more I am proud to consider people my friends who are special in very different ways.

Please be patient with me, if I missed to congratulate on your birthday, if I forgot to ask about your new Job or if it’s been three years now since you have moved and I still have not seen your new flat.

Recently I heard about a guy who is sending mails to his friends every year on New Year’s Eve. He takes the chance to reflect and let his friends now what he’s expecting to happen in his life the upcoming year.

I want to take the chance to talk a bit about myself. Even more I would be really happy to receive one or two sentences from you about what I have missed in your life last year.

Last year there were people who actually know me for a long time who told me that they consider me as very naive. The same time people who are close as well called me very calculating. I got used to liking both aspects in other people, if they know when it’s the right time to switch. Therefore I hope you will recognize me as a cold blooded asshole, innocent lamb and many more in the right situations.

The past year has not been easy all the time.
2014 was intense…
More than anything the last year showed me how often you are able to find good things in failure. Many things which had a big dark shadow on the year, worked out to lead me on amazing paths. I learned to value many things which tended to just fly by in hustle before.

After a long time of studying, my (master) graduation is approaching really fast. If I look back onto three or four years ago, I realize that only few things developed the way I was expecting. Anyway even if I don’t realize it most of the time, there are amazingly many things which evolved in a way I always hoped they would. Sometimes I fear that I am way more conservative then I tend to picture myself.

In several projects I was able to get in touch with different approaches of using digital tools to help people support “learning and knowledge management” in University and other organizations.
I got endorsed that I am better dealing with people rather than machines. Nevertheless I hope that I will be able to support many of the techies out there developing and nursing their ideas.

The last year reinforced my love for StartUps and entrepreneurial spirit. In 2011 I was lucky to feel this exciting spirit for the first time during my visit in Nigeria. I was able to see how this spirit can be source of great things happening if it’s supported at the right time. This experience also showed me the relevance of access to knowledge and mentoring. There were several events and encounters in 2014 which reignited my desire to keep on swimming in this pool for a while.

After three years I had to end the time working for my institute. It’s still hard to find two or three sentences to describe what’s happening at the “ZLW” and the source for the somehow special atmosphere you encounter there.

To me it seems obvious that I will continue riding the wave or let’s say hope that the wind will continue to lead me in a good way.

There will be great developments in the upcoming year as well. This text was written on my flight to Istanbul (the german version). After a great start into the new year, I am on my way to the next adventure. For the next 5 months I will be studying at İstanbul Teknik Üniversitesi, but mainly I am looking forward to get in touch with many interesting people and different cultures in this big city.

Additional to my studies I will spent my time in Istanbul working with the StartUp Socialeyes. I will be involved in seeding and developing the Community. (I will follow up with more information in another post later…) Somehow there’s a little break to my path in the field of “learning and cooperation”. Anyway I had to realize several times before, that great tools and concepts are not absorbed and utilized by the target group even if they realize the need of use. I hope to gain a lot of new insights to the dynamics of communities.

In July I will return to Aachen to start working on my master thesis (finally). It’s not hard to guess that the title will somehow include the word “communities”.

Fortunately there is time for a month of travelling before I will be back in Germany. The destinations are not settled yet…

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