Ein weiteres Highlight, dem ich während meines Aufenthaltes sogar zweimal beiwohnen durfte, war die Arbeit an der im Hinterhof des TIC aufgebauten Aluminium-Schmelze.
In einem alten Ölfass wurde Aluminium mit Hilfe von Diesel und per Laubgebläse zugeführte Luft über die Schmelztemperatur von 933 K (660 °C) erhitzt. Das ganze bringt den Zuschauer natürlich ordentlich zum Schwitzen und die Rauchschwaden sind teilweise auch nicht zu verachten. Die Rauchbildung nimmt zwar stark ab, sobald das Gebläse eingeschaltet ist und die Verbrennung effektiver abläuft, trotzdem würde jeder Arbeitsschutzbeauftragter in Deutschland spätestens im zweiten Arbeitsschritschreiend davon laufen.
Sobald die Zeremonienmeister mit der Aluminiumschmelze im zum Schmelztiegel umfunktionierten Kochtopf zufrieden waren, wurde dieser im Laufschritt und mit lauten “HOT HOT HOT”-Schreien durch die TIC-Halle zu den vorbereiteten Gussformen in der Werkstatt getragen.
Auch wenn Emmanuel als wahrer Mann auf Handschuhe oder sonstigen Schutz gegen die Hitze verzichtete, konnte man in seinem Gesicht erkennen, dass ein paar Nerven in seinen Händen doch noch intakt zu sein scheinen.
Schon nach wenigen Minuten wurden die Gussteile aus der Form entnommen, benötigten wie auf den Bildern zu erkennen jedoch noch einige Nachbearbeitung.